Essen (idr). Auf TikTok werden Themen der psychischen Gesundheit meist verkürzt oder ganz falsch dargestellt. Eine Untersuchung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LVR-Universitätsklinik Essen und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass nur knapp 20 Prozent der Videos Sachverhalte rund um psychische Erkrankungen korrekt darstellen. 33,3 Prozent waren falsch und weitere 18,1 Prozent übergeneralisiert. Fast 30 Prozent der Beiträge handelten lediglich von persönlichen Erfahrungen und gaben keine wissenschaftlichen oder medizinischen Fakten wieder.
Die Wissenschaftler fürchten, dass solche Fehlinformationen auf TikTok zu falschen Selbstdiagnosen oder einem verzögerten Therapiebeginn führen.
Link zur Originalveröffentlichung:
Insufficient Quality of Mental Health Information on German-Speaking TikTok: A Content Analysis| Clinical Psychology in Europe
Pressekontakt: Universitätsklinikum Essen, Dr. Milena Hänisch, Telefon: 0201/723-1615, E-Mail: milena.haenisch@uk-essen.de